Einspeisevergütung, sowie Förderung / Tilgungszuschuss für Photovoltaik Anlagen

 
Angespornt durch Förderungen und hohe Einspeisevergütungen wurden laut Bundesnetzagentur in Deutschland bis Ende 2012 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 32,5GW installiert. Somit liefern Solaranlagen einen nennenswerten Beitrag zur Stromversorgung, an sonnigen Tagen mittlerweile zeitweise 35-45% des momentanen Stromverbrauchs. Das EEG (Erneuerbare-Energien Gesetz) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen.
Aufgrund des starken Zubaus an Photovoltaik-Leistung wird der Einspeisetarif für Solarstrom beständig gesenkt. Lag die Vergütung im April 2012 noch bei 19,5 Cent/kWh so ist sie für Januar 2014 auf 13,68 Cent/kWh gesunken. Zudem werden nur noch 90% des Solarertrags vergütet, die übrigen 10% müssen selbst vermarktet oder verbraucht werden.
 
Aktuelle Daten zur Einspeisevergütung veröffentlicht die Bundesnetzagentur jeweils in einem Drei-Monats-Rhythmus unter http://www.bundesnetzagentur.de
 
Passend zu den sinkenden Einspeisetarifen und dem Entfall der direkten Förderung für den Eigenverbrauch im April 2012, sind seit dem 1. Mai 2013 Speichersysteme mit Batterien für privat erzeugten Solarstrom förderfähig:
 
Der Staat fördert den Einsatz von Batteriespeichersystemen zur Eigenstromnutzung bei Neuanlagen. Bei bereits installierten Anlagen, die seit dem 01. Januar 2013 errichtet wurden, können Speichersysteme innerhalb von 6 Monaten nachgerüstet und gefördert werden.
 
Wenn man den Strom selbst verbraucht, können leicht Differenzen von mehr als 10 Cent je Kilowattstunde zwischen der Vergütung des erzeugten Stroms und dem Strompreis (den man selber zahlen muss) entstehen.
 
Neben der Möglichkeit der zinsgünstigen Kredite sind Tilgungszuschüsse als Einmalzuschuss möglich. Für die Berechnung der Förderung ist die Größe der PV-Anlage maßgebend.
 
Dabei gibt es jedoch einige Förderkriterien, die beachtet werden müssen:
 
  • Größe der PV Anlage maximal 30kWp
  • Maximale Leistungsabgabe an das Netz 60% der installierten Leistung
  • Technische Anforderungen an die Speichersysteme
  • Zeitwertersatzgarantie für die Batteriespeicher

 

Alle Details zu den Förderungskriterien sind z.B. hier verfügbar: https://www.kfw.de

 

Anhand eines Beispiels lässt sich eine Förderungsrechnung für Neuanlagen leicht veranschaulichen:

 

Anlage 5kWp, komplett mit PV-Modulen und Lithium-Batteriespeicher, Investitionspreis 18.500€

Als Kosten für die PV Anlage werden (in 2013) 1.600 €/kWp abgezogen. Somit bleiben 10.500€ Investition für das Batteriesystem.

Dieser Betrag wird durch die installierte Leistung der PV Anlage dividiert, das ergibt 2.100€/kWp.

 

Da dieser Betrag über dem maximal förderfähigen Betrag von 2.000€/kWp für Neuanlagen liegt, wird eben dieser Maximalbetrag mit der installierten Leistung in kWp und 30% multipliziert. Für das Beispiel ergeben sich daher 2.000€/kWp x 5 kWp x 30% = 3.000€

 

Bei Nachrüstungen liegt der maximale Förderungsbetrag bei 2.200€/kWp. 

Diese Förderung, zusammen mit den Einspeisevergütungen und dem selbst genutzten Strom, machen Photovoltaikanlagen zur Eigenstromnutzung wirtschaftlich interessant.

(alle Angaben ohne Gewähr, Beispielrechnung nicht rechtsverbindlich)

 

Weitere interessante Informationen zum Thema Photovoltaik in Deutschland stellt das Fraunhofer ISE zur Verfügung: http://www.pv-fakten.de

 

Erfahren Sie hier mehr über:

> Technische Lösungen zur Solarstromspeicherung und Eigennutzung

 

Beispiel einer Solarstromspeicherung

Color ControlDie von Accusysteme TransWatt installierte Anlage dient zur Eigenstromversorgung und ist als Hub-1 konfiguriert. Sie beliefert die komplette Liegenschaft weitgehend autark.
Derzeit sind 20 Module verbaut, welche über zwei Solarregler MPPT 150/70 die Batteriebank laden. Als Batterien sind TH12-300 in Verwendung, die als 48V-Batteriebank die drei Multiplus 48/3000 versorgen. Im Zuge der Erweiterung der Solaranlage um zusätzliche 4kWp, wird der solare Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist.

 

Technische Kerninformation zur Anlage: