Antriebsbatterien (auch Traktionsbatterien)

Die Bezeichnung der Zelle ist abhängig von der Konstruktion der positiven Platte / Elektrode.

 

Bauarten nach DIN

  • PzS: Panzerplatte, geschlossen
  • PzV: Panzerplatte, verschlossen
  • GiS: Gitterplatte, geschlossen
  • GiV: Gitterplatte, verschlossen

Die negative Platte in allen vier Gruppen ist die Gitterplatte.

Die geschlossenen Batterietypen sind wartungsarm, die verschlossenen Typen sind wartungsfrei.

 A 500A 600A 700

Aufbau der PzS-Zelle

  • positive Platten sind Panzerplatten
  • negative Platten sind Gitterplatten

Zellen-Kennzeichnung: z.B. "5 PzS 400"

  • Die erste Ziffer gibt die Anzahl der Platten in einer Zelle an. (5 = 5 Platten)
  • Die folgenden Buchstaben benennen die konstruktive Ausführung der positiven Elektrode. (PzS = Panzerplatten System)
  • Die hierauf folgende Ziffer gibt die Nennkapazität der Zelle an. (400 = 400Ah, 5-stündige Kapazität). Das bedeutet in diesem Beispiel eine Kapazität von 80Ah je Platte (5 Platten à 80Ah --> 400 Ah)

 

Aufbau der PzV-Zelle

  • positive Platten sind Panzerplatten
  • negative Platten sind hochstrom-optimierte Gitterplatten
  • Gitter der Platten bestehen aus antimonfreier Speziallegierung
  • Verschluss der Zelle mit einem Ventilstopfen
  • Elektrolyt (Schwefelsäure) ist in Form eines Gels (pyrogene Kieselsäuren) festgelegt
  • Schlammraum nicht mehr nötig, daher Vollausbau möglich

Vorteile der PzV-Batterien

verschlossene Bauweise:

  • kein Nachfüllen von Wasser
  • kein Auslaufen von Säure
  • keine Korrosionsgefahr

geringe Gasung:

  • die H2-Entwicklung ist auf ca. 10% der üblichen Werte reduziert

Zyklenfestigkeit:

  • wie von der robusten Panzerplatte gewohnt, jedoch max. 1 Zyklus in 24 Std. und Entladungen nicht mehr als 70% C5

geringe Selbstentladung:

  • 5-fach verlängerte Standzeiten

 

Rekombination

O2-Entwicklung an den positiven Platten ist in der Zelle nicht zu vermeiden. Daher muss der Sauerstoff in den Elektrolyten zurückgeführt werden.

Der Sauerstoff O2 wandert durch das Gel zwangsläufig von der psoitiven Platte zur negativen Platte. Dort rekombiniert er mit dem H+-Ionenstrom und dem Elektrolytenstrom mit Hilfe der 2e Elektronen wieder zu Wasser (H2O).

Der Kreislauf der Wasserzersetzung und Rekombination ist geschlossen.

Zur optimalen Rekombination gehören:

  • auf das System abgestimmter Ventildruck
  • auf das System abgestimmte Ladekennlinie
  • nur geringe Temperaturdifferenzen unter den einzelnen Zellen

 

Batterielebensdauer / Brauchbarkeitsdauer

wird bestimmt durch:

  • Höhe der täglichen Kapazitätsentnahme
  • Batterietemperatur
  • Anzahl der Zyklen (Entladungen und Ladungen)
  • Ladetechnik
  • Tiefentladungen
  • Service (Wasser nachfüllen, reinigen, messen und kontrollieren)

Technische Daten in der Übersicht

 

 

 sonnensch-a700

 

Technische Daten A600

Technische Daten A500

Technische Daten EPzV


Projektierung Konstantstromentladungen

> Übersicht A700 (PDF)

> Übersicht A600 (PDF)

> Übersicht A500 (PDF)